Willkommen beim Industrie- und Handelsverein Olten und Umgebung

Rückblick IHVO-Herbstversammlung vom 9.11.2017

Fr 17.11.2017 12:28
Autor: Fabian Muster — Oltner Tagblatt
Der österreichische Uni-Professor und Bestsellerautor Markus Hengstschläger zeigt vor der regionalen Wirtschaft auf, wie unsere Kinder gefördert werden müssten. Er bezeichnet die heutige Bildung in Europa als «innovationsfeindlich».

Am Donnerstag war nationaler Zukunftstag. Tausende von Buben und Mädchen begleiteten ihre Eltern oder Bekannten zur Arbeit, um einen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt zu erhalten. Um die Zukunft unserer Kinder ging es gestern Abend auch an der traditionellen Herbstversammlung des Industrie- und Handelsvereins Region Olten (IHVO): Diesmal waren aber nicht die Buben und Mädchen gefragt, sondern die Eltern und Bekannten, sprich: die rund 200 anwesenden Angestellten, Geschäftsführer und Firmeninhaber der regionalen Wirtschaftswelt.

IHVO-Präsident Urs Nussbaum konnte nämlich mit dem Österreicher Markus Hengstschläger einen hochkarätigen Referenten verpflichten – er hat ihn schon live in Bern erlebt. Der 49-jährige Genetiker vertritt laut Nussbaum eine «interessante Theorie». Und die Theorie, die der Uni-Professor und Bestsellerautor in rasantem Tempo in freier Rede in vielen Beispielen und Bildern vorträgt, dass man mit dem Denken fast nicht nachkommt, lässt sich auf zwei Kernthesen reduzieren.

Erstens: Weil die Zukunft nur teilweise vorhersehbar ist, müssen wir unseren Kindern ein möglichst vielfältiges Wissen vermitteln. Ein Wissen, das sich mehr an fachlichen Kompetenzen als an Inhalten orientiert, damit wieder neues Wissen entstehen kann, wenn etwa unsere Kinder ihren Job nach ein paar Jahren mal wieder wechseln müssen.

Zweitens: «Jeder Mensch hat Talente, die entdeckt und gefördert werden können.» Das Problem heutzutage sei, dass in den Schulen der Durchschnitt und nicht die Individualität eines jeden Kindes begünstigt werde. Er bezeichnete die Bildung in Europa als «innovationsfeindlich». «Wir sagen unseren Kindern, sie sollen dort fleissig sein, wo sie die schlechtesten Noten haben, und sich dort nicht mehr bemühen, wo sie bereits gut sind.» Was kommt da raus? «Durchschnitt.»

Er hingegen rät, sich voll auf die 0,1-prozentige genetische Unterschiedlichkeit zu konzentrieren, die unsere Individualität ausmacht: «Es geht darum, sein eigenes Talent zu entdecken, und dann heisst es: üben, üben, üben.» Ein radikales Vorgehen, das auch hier kaum umgesetzt wird: Als er in den Saal fragte, wer sich schon professionell mit den eigenen Stärken und Schwächen beschäftigt habe, meldete sich niemand.

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Fotograf Marco Grob erhält den Milestone Award 2017

Do 16.11.2017 13:48
Autor: Urs Blaser

Am Donnerstag, 16. November 2017 fand das alljährliche Ambassadoren Meeting der Wirtschaftsförderung Region Olten im ARTE Seminar- und Konferenzhotel in Olten statt.

Nachdem Referent Benedikt Bitzi von Google Switzerland & Austria über die Chancen der digitalen Transformation sprach, informierte Regierungsrätin Brigit Wyss über die Neuigkeiten aus dem Kanton Solothurn. Als Highlight der Veranstaltung wurde Marco Grob, Fotograf und Regisseur, mit dem Milestone Award 2017 für seine speziellen Leistungen im Interesse der ZentrumStadt Olten sowie sein enormes Engagement für die Organisation des diesjährigen International Photo Festival Olten ausgezeichnet. Die Laudatio für den Preisträger hielt Dorothee Messmer, Direktorin des Kunstmuseums Olten. Da Marco Grob den Award nicht persönlich entgegennehmen konnte, bedankte er sich mit einer Video-Botschaft beim Publikum für die Ehrung. Als Vertretung nahm Paul Merki, OK- und Gründungsmitglied des IPFO, den Preis in Empfang.

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Dankesbotschaft von Marco Grob

 

Rückblick IHVO-Generalversammlung vom 21. Juni 2017

Do 22.06.2017 13:22
Bildlegende: (vlnr.) Urs Nussbaum (Präsident IHVO), Martina Gerster (Geschäftsführerin Härterei Gerster AG), Stephan Glättli (Sekretär IHVO)

IHVO-Generalversammlung vom 21. Juni 2017
Unternehmenssteuerreform: Dran bleiben

Die rund 60 anwesenden Mitglieder und Gäste des Industrie- und Handelsvereins Region Olten durften den heissen Sommerabend im klimatisierten Seminarzentrum der Härterei Gerster in Egerkingen verbringen. Doch zuvor wurden die Gäste hochoffiziell um Tenue-Erleichterung gebeten, denn es wurde auf der interessanten Betriebsführung noch heisser. Mit bis zu 1000 Grad Celsius werden bei Gerster vielerlei Metalle und Werkteile gehärtet, und damit z.B. die Verschleissfestigkeit der behandelten Teile deutlich verbessert. Als Geschäftsführerin in der dritten Generation stellte Martina Gerster anschliessend das traditionsreiche und fortschrittliche Unternehmen vor und präsentierte interessante Fakten zu den Geschäftsfeldern, aber auch zum positiven Spirit, der bei Gerster aktiv gelebt wird. IHVO-Präsident Urs Nussbaum bedankte sich einleitend zur GV für das Gastrecht in diesem „Industriebetrieb, wie er im Büechli steht“. Das familiengeführte Unternehmen Gerster gilt als Ankerbetrieb in der Region Olten-Gäu.

Aktive Wirtschafts- und Berufsförderung
Die vielseitige Tätigkeit und Einflussnahme des Vereins mit seinen 168 Mitgliedern wurde im Jahresrückblick des Präsidenten deutlich. Die Zusammenarbeit mit Gewerbe Olten ist fruchtbar und unkompliziert; die Berufsinformationsmesse und der Praxistag für Schüler und Studenten sind gut besuchte Zukunftsplattformen; die Ansiedlung von namhaften Unternehmen wie das Swisscom Call Center, das grösste dieses Telekomanbieters schweizweit, oder Sensile Medical (ab Sommer 2017 auf dem Usego-Areal) stärkt die Wirtschafts- und Steuerbasis der ganzen Region; die Mitwirkung bei der Unternehmenssteuerreform III hat zwar noch nicht das gewünschte Resultat gebracht – sie wurde im Februar abgelehnt – aber der Vorstand des IHVO steckt den Kopf nicht in den Sand und wird sich weiterhin für einen mehrheitsfähige Lösung einsetzen. Weitere politische Themen halten den IHVO auf Trab: Die Altersreform 2020, die Urs Nussbaum als „mit dem AHV-Ausbau überladen“ und vor allem als «unfair gegenüber der nächsten Generation» bezeichnete und zur Ablehnung empfahl, wie auch der permanente Kampf gegen die Regulierungswut der Politik.

Verdientes Vorstandmitglied

Veranstaltungen wie die Herbstversammlung, die Business-Lunches und die HR-Konferenzen dienen dem Erfahrungsaustausch, der Weiterbildung und der Geselligkeit. Diese grosse organisatorische Arbeit ist auf die Schultern der Vorstandmitglieder verteilt, wobei die Business-Lunches neu unter der Ägide von Adrian Studer, Baloise Bank SoBa, stehen. Er übernimmt diese Funktion von Guido Villabruna, Standortleiter der Strabag AG, der von der Versammlung mit grossem Applaus aus seiner langjährigen Vorstandstätigkeit verabschiedet wurde.

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Medienmitteilung OT 28.06.17

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