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Triathlon-Goldmarie Daniela Ryf begeistert die Gäste des Herbstanlasses

9. Nov 2018
Autor: Urs Huber - Oltner Tagblatt 8.11.2018

Da stand sie im Saal des Stadttheaters Olten: Daniela Ryf, unter anderem vierfache Siegerin des Ironman auf Hawaii und achtfache Weltmeisterin. Wer sie als Goldmarie des Triathlons bezeichnete, brauchte noch nicht mal zu übertreiben. Unverkrampft, unverstellt, geerdet und mit dem Bekenntnis, sie trinke – nicht gerade täglich, aber doch recht häufig – ein Glas Roten, brachte sie die Gäste im gut gefüllten Saal auch zum Lachen.
Selbst das Herumliegen auf der Couch gehöre zu ihrem Alltag. «Der Erholung wegen nämlich», gestand die Triathletin. Jetzt, im auslaufenden Erfolgsjahr 2018, hat sie die Trainings minimiert: Täglich 20 Minuten zu «jöggelen», wie sie es nannte, müssten reichen. Dass sie im Wettkampf jeweils vor allem nach Gefühl schwimme, Velo fahre und renne, liess die 31-Jährige noch sympathischer wirken, machte die Gäste noch affiner. Mann und Frau schlossen die Athletin aus dem oberen Kantonsteil ins Herz. Hausherr Herbert Schibler, Geschäftsführer des Stadttheaters, meinte: «Eine ganz feine Person. Ein solches Aushängeschild der Sportwelt hier zu haben, tut Olten sehr gut. Rundum fantastisch.»

Sich überwinden

Dass Spitzensportler auch leiden und sich überwinden müssen, klar. Daraus machte Daniela Ryf keinen Hehl. Aber es mochte klingen wie willentlich hinzugezogenes Unterstatement, es wirkte authentisch: «Erfolg heisst nicht, alles zu gewinnen, sondern das Beste aus jeder Situation zu machen», gab Ryf zu verstehen». Was damit gemeint ist, mag die Geschichte verdeutlichen, in welcher sie nach der schmerzhaften Begegnung mit einer Qualle vor Hawaii erst ans Aufgeben dachte, sich dann aber eines Besseren besann, das Rennen fortsetzte und – gewann.

8 WM-Titel hat die Triathletin Daniela Ryf in ihrem Palmarès: Sie triumphierte über die halbe und komplette Ironman-Distanz. Vor 2013 war sie im Kurzdistanzbereich schon U23-Weltmeisterin sowie Mixed-Team-Weltmeisterin.

«Natürlich stellt man sich in solchen Momenten auch die Sinnfrage», bekannte die Triathletin. Das Wissen um die Begeisterung von Familienmitgliedern, Freunden und Fans aber habe ihren Entscheid fürs Weitermachen gestärkt. «Ich dachte dabei überhaupt nicht mehr an den Sieg. Der stand ausser Rang und Traktanden.» Für Zuhörer Max Berger, Co-Geschäftsführer der Fürst Hägendorf AG, waren Einfachheit und Unkompliziertheit der Athletin ein besonderes Erlebnis. «Wenn man sich überlegt, was andere jeweils zu erzählen wissen», meinte er schmunzelnd.

Mit einer Wettkampfzeit von knapp achteinhalb Stunden hatte die Solothurnerin auf Hawaii einen ultrastarken Eindruck hinterlassen. Die Garantie, solche Leistungen auch künftig abrufen zu können, konnte die Solothurnerin nicht geben; die Garantie, stets das Beste aus der Situation zu machen, schon. Wer sich am Donnerstagabend auf die Suche nach Ursachen dieser Erfolgsgeschichte machte, musste erkennen: Das Erfolgsrezept der Daniela Ryf ist ein einfaches; es heisst Daniela Ryf.

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Rückblick Generalversammlung bei Vogt AG Verbindungstechnik

29. Jun 2018
Autor: Reto Spiegel

«Bereits die alten Eidgenossen mussten mit fremden Vögten leben lernen.»

So eröffnete Urs Nussbaum die Generalversammlung des IHVO bei der Vogt AG Verbindungstechnik in Lostorf. Die Eidgenossenschaft sei aber nur dank einem konstruktiven Umgang mit Druck aussen zu dem geworden, was sie heute ist. Heute drücken in Gestalt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) neue Vögte der Schweiz ihre Regeln auf. Die Schweiz sei gezwungen, die heutige steuerliche Privilegierung mobiler Gesellschaften abzuschaffen. Im Kanton Solothurn haben sich, so Nussbaum weiter, Wirtschaft, Gewerkschaften und Gemeinden im Auftrag der Regierung auf einen historischen Kompromiss einigen können, welcher einerseits die Standortattraktivität des Kantons steigert und damit Arbeitsplätze sichert, anderseits aber den Gegnern der Reform weit entgegenkommt und soziale Begleitmassnahmen vorsieht. In diesem Sinne rief der Präsident die Mitglieder auf, sich aktiv für die Steuervorlage 17 einzusetzen. Er warnte aber davor, dass der Kom¬promiss nicht einseitig verändert werden dürfe und insofern die Vorlage der Regie¬rung noch etwas Korrekturbedarf habe.

In seinem Jahresbericht strich Nussbaum die Herbstversammlung 2017 mit dem Referenten Prof. Dr. Markus Hengstschläger heraus. Besonders in Erinnerung sei ihm das anschauliche Bei¬spiel des Humangenetikers zur «Durchschnittsgesellschaft» geblieben. Anstatt Stärken zu fördern, würde ver¬sucht, Schwächen auszumerzen. Für unsere Mitglieder könne dies im Um¬kehrschluss bedeuten, dass man sich auf eigene Stärken konzentriere müsse, anstelle irgendwelchen Trends nachzujagen.

Ausdauernd und erfolgreich wird auch die Herbstversammlung 2018 sein. Mit Daniela Ryf wird die weltbeste Triathletin zu Gast sein.

Weiteres in Kürze: 

  • Andreas Jäggi, Geschäftsführer der Elektro Käser AG, löst Fabian Aebi (Inhaber Generalagentur der Mobiliar Olten) als Vertreter von Gewerbe Olten im IHVO ab. Aebis langjähriges Engagement zugunsten der Wirtschaft in der Region wurde herzlich verdankt.
  • Politisch aktiv eingebracht hat sich der IHVO in die Diskussion um den Mobilitätsplan Olten. 
  • Der Gesamtvorstand mit Urs Nussbaum als Präsident wurde einstimmig für die Amtsperiode 2018-2020 bestätigt. Neu wurde Daniel Probst, Direktor der Solothurner Handelskammer, ins Ressort Politik gewählt. Auch die beiden Revisoren Rudolf Loosli (EAO) und Marco Fink (AKB) wurden für die nächste Amtsperiode wiedergewählt.

Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich Urs Nussbaum bei Thomas Vogt mit den Worten «mit einheimischen Vögten leben wir gerne.» Man dürfe stolz sein auf innovative (Familien-)Unternehmen wie die Vogt AG.

Bildlegende: Der aktuelle IVHO-Vorstand (v.l.n.r.): Reto Spiegel, Norbert Caspar, Adrian Studer, Peter Eggimann, Toni Zaugg, Thomas Vogt (Gastgeber), Urs Nussbaum (Präsident), Markus Spielmann, Daniel Probst (neu), Raimund Baumgartner, Stephan Glättli


Rückblick IHVO-Herbstversammlung vom 9.11.2017

17. Nov 2017
Autor: Fabian Muster — Oltner Tagblatt

Der österreichische Uni-Professor und Bestsellerautor Markus Hengstschläger zeigt vor der regionalen Wirtschaft auf, wie unsere Kinder gefördert werden müssten. Er bezeichnet die heutige Bildung in Europa als «innovationsfeindlich».

Am Donnerstag war nationaler Zukunftstag. Tausende von Buben und Mädchen begleiteten ihre Eltern oder Bekannten zur Arbeit, um einen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt zu erhalten. Um die Zukunft unserer Kinder ging es gestern Abend auch an der traditionellen Herbstversammlung des Industrie- und Handelsvereins Region Olten (IHVO): Diesmal waren aber nicht die Buben und Mädchen gefragt, sondern die Eltern und Bekannten, sprich: die rund 200 anwesenden Angestellten, Geschäftsführer und Firmeninhaber der regionalen Wirtschaftswelt.

IHVO-Präsident Urs Nussbaum konnte nämlich mit dem Österreicher Markus Hengstschläger einen hochkarätigen Referenten verpflichten – er hat ihn schon live in Bern erlebt. Der 49-jährige Genetiker vertritt laut Nussbaum eine «interessante Theorie». Und die Theorie, die der Uni-Professor und Bestsellerautor in rasantem Tempo in freier Rede in vielen Beispielen und Bildern vorträgt, dass man mit dem Denken fast nicht nachkommt, lässt sich auf zwei Kernthesen reduzieren.

Erstens: Weil die Zukunft nur teilweise vorhersehbar ist, müssen wir unseren Kindern ein möglichst vielfältiges Wissen vermitteln. Ein Wissen, das sich mehr an fachlichen Kompetenzen als an Inhalten orientiert, damit wieder neues Wissen entstehen kann, wenn etwa unsere Kinder ihren Job nach ein paar Jahren mal wieder wechseln müssen.

Zweitens: «Jeder Mensch hat Talente, die entdeckt und gefördert werden können.» Das Problem heutzutage sei, dass in den Schulen der Durchschnitt und nicht die Individualität eines jeden Kindes begünstigt werde. Er bezeichnete die Bildung in Europa als «innovationsfeindlich». «Wir sagen unseren Kindern, sie sollen dort fleissig sein, wo sie die schlechtesten Noten haben, und sich dort nicht mehr bemühen, wo sie bereits gut sind.» Was kommt da raus? «Durchschnitt.»

Er hingegen rät, sich voll auf die 0,1-prozentige genetische Unterschiedlichkeit zu konzentrieren, die unsere Individualität ausmacht: «Es geht darum, sein eigenes Talent zu entdecken, und dann heisst es: üben, üben, üben.» Ein radikales Vorgehen, das auch hier kaum umgesetzt wird: Als er in den Saal fragte, wer sich schon professionell mit den eigenen Stärken und Schwächen beschäftigt habe, meldete sich niemand.

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Fotograf Marco Grob erhält den Milestone Award 2017

16. Nov 2017
Autor: Urs Blaser

Am Donnerstag, 16. November 2017 fand das alljährliche Ambassadoren Meeting der Wirtschaftsförderung Region Olten im ARTE Seminar- und Konferenzhotel in Olten statt.

Nachdem Referent Benedikt Bitzi von Google Switzerland & Austria über die Chancen der digitalen Transformation sprach, informierte Regierungsrätin Brigit Wyss über die Neuigkeiten aus dem Kanton Solothurn. Als Highlight der Veranstaltung wurde Marco Grob, Fotograf und Regisseur, mit dem Milestone Award 2017 für seine speziellen Leistungen im Interesse der ZentrumStadt Olten sowie sein enormes Engagement für die Organisation des diesjährigen International Photo Festival Olten ausgezeichnet. Die Laudatio für den Preisträger hielt Dorothee Messmer, Direktorin des Kunstmuseums Olten. Da Marco Grob den Award nicht persönlich entgegennehmen konnte, bedankte er sich mit einer Video-Botschaft beim Publikum für die Ehrung. Als Vertretung nahm Paul Merki, OK- und Gründungsmitglied des IPFO, den Preis in Empfang.

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Dankesbotschaft von Marco Grob

 


Rückblick IHVO-Generalversammlung vom 21. Juni 2017

22. Jun 2017

Bildlegende: (vlnr.) Urs Nussbaum (Präsident IHVO), Martina Gerster (Geschäftsführerin Härterei Gerster AG), Stephan Glättli (Sekretär IHVO)

IHVO-Generalversammlung vom 21. Juni 2017
Unternehmenssteuerreform: Dran bleiben

Die rund 60 anwesenden Mitglieder und Gäste des Industrie- und Handelsvereins Region Olten durften den heissen Sommerabend im klimatisierten Seminarzentrum der Härterei Gerster in Egerkingen verbringen. Doch zuvor wurden die Gäste hochoffiziell um Tenue-Erleichterung gebeten, denn es wurde auf der interessanten Betriebsführung noch heisser. Mit bis zu 1000 Grad Celsius werden bei Gerster vielerlei Metalle und Werkteile gehärtet, und damit z.B. die Verschleissfestigkeit der behandelten Teile deutlich verbessert. Als Geschäftsführerin in der dritten Generation stellte Martina Gerster anschliessend das traditionsreiche und fortschrittliche Unternehmen vor und präsentierte interessante Fakten zu den Geschäftsfeldern, aber auch zum positiven Spirit, der bei Gerster aktiv gelebt wird. IHVO-Präsident Urs Nussbaum bedankte sich einleitend zur GV für das Gastrecht in diesem „Industriebetrieb, wie er im Büechli steht“. Das familiengeführte Unternehmen Gerster gilt als Ankerbetrieb in der Region Olten-Gäu.

Aktive Wirtschafts- und Berufsförderung
Die vielseitige Tätigkeit und Einflussnahme des Vereins mit seinen 168 Mitgliedern wurde im Jahresrückblick des Präsidenten deutlich. Die Zusammenarbeit mit Gewerbe Olten ist fruchtbar und unkompliziert; die Berufsinformationsmesse und der Praxistag für Schüler und Studenten sind gut besuchte Zukunftsplattformen; die Ansiedlung von namhaften Unternehmen wie das Swisscom Call Center, das grösste dieses Telekomanbieters schweizweit, oder Sensile Medical (ab Sommer 2017 auf dem Usego-Areal) stärkt die Wirtschafts- und Steuerbasis der ganzen Region; die Mitwirkung bei der Unternehmenssteuerreform III hat zwar noch nicht das gewünschte Resultat gebracht – sie wurde im Februar abgelehnt – aber der Vorstand des IHVO steckt den Kopf nicht in den Sand und wird sich weiterhin für einen mehrheitsfähige Lösung einsetzen. Weitere politische Themen halten den IHVO auf Trab: Die Altersreform 2020, die Urs Nussbaum als „mit dem AHV-Ausbau überladen“ und vor allem als «unfair gegenüber der nächsten Generation» bezeichnete und zur Ablehnung empfahl, wie auch der permanente Kampf gegen die Regulierungswut der Politik.

Verdientes Vorstandmitglied

Veranstaltungen wie die Herbstversammlung, die Business-Lunches und die HR-Konferenzen dienen dem Erfahrungsaustausch, der Weiterbildung und der Geselligkeit. Diese grosse organisatorische Arbeit ist auf die Schultern der Vorstandmitglieder verteilt, wobei die Business-Lunches neu unter der Ägide von Adrian Studer, Baloise Bank SoBa, stehen. Er übernimmt diese Funktion von Guido Villabruna, Standortleiter der Strabag AG, der von der Versammlung mit grossem Applaus aus seiner langjährigen Vorstandstätigkeit verabschiedet wurde.

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Medienmitteilung OT 28.06.17