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Rückblick IHVO-Herbstversammlung 2013

14. Nov 2013
Autor: Text: Adriana Gubler Bild: Markus Müller - Oltner Tagblatt 14.11.13

Die Triathlon-Überfliegerin Nicola Spirig war an der Herbstversammlung des Industrie- und Handelsvereins Olten Gastrednerin. Dabei verriet sie, warum sie am Tag des Olympia-Triathlons eine Tafel Schokolade zum Frühstück ass und wie ihr Trainer tickt.

Dass die Triathlon-Berufssportlerin Nicola Spirig auch abseits des sportlichen Parketts eine gute Figur macht, bewies sie am Dienstagabend an der Herbstversammlung des Industrie- und Handelsvereins Olten und Umgebung. Die Olympiasiegerin von London 2012 verriet im proppenvollen Oltner Stadttheater, welches ihre Zutaten für das Erfolgsrezept waren, das sie vor einem Jahr an den Sommerspielen zum grössten Triumph ihrer Karriere gebracht hat: ein Ziel, ein unbändiger Wille, ein wohlwollendes Umfeld, mentale Stärke oder etwa ein akribischer Plan.

Der grosse Plan von Nicola Spirig, der sie zum Titel führen sollte, beinhaltete jedes noch so kleine Detail – etwa auch die Tafel Schokolode zum Frühstück. Nichts Unvorbereitetes sollte die Schweizer Sportlerin 2012 am Tag X ereilen. «Am Tag des Olympia-Wettkampfes musste ich um 5 Uhr aufstehen und eine Tafel Schokolade und eine Banane essen – das wusste ich Monate im Voraus.» Deshalb habe sie die frühe Tagwache und das spezielle Frühstück immer wieder in ihren Trainingsalltag integriert. Aber warum eigentlich Schokolade zum Zmorge? «An einem solchen Tag ist man derart nervös, dass es schwerfällt, zu essen. Ich musste meinem Körper trotzdem Energie zuführen. Weil 100 Gramm Schokolade 500 Kalorien aufweist, war es das ideale Zmorge.» Schmunzelnd fügte sie an: «Aber selbst als Schoggiliebhaberin fiel mir das nicht ganz leicht.»

Neben der Schokolade brauchte Nicola Spirig für ihr grosses Ziel aber auch eine «konsequente Bereitschaft zur Weiterentwicklung», wie sie erklärte. Auch deshalb beendete sie 2006 die Zusammenarbeit mit ihrem Vater, der bis dahin ihr Trainer war. Sie verliess also die Komfortzone, um mit ihren Weg mit der australischen Triathlon-Trainergrösse Brett Sutton weiterzugehen. «Damals prallten wirklich zwei Welten aufeinander», beschreibt Spirig die Anfänge dieses Teamworks.

Um zu zeigen, wie Erfolgscoach Brett Sutton tickt, schilderte Spirig ihre erste Begegnung mit ihm nach dem Zieleinlauf in London. «Noch bevor er mir gratulierte, sagte er mir, wie schlecht mein Sprint war.» Zudem habe er sie für den folgenden Tag um 8 Uhr zum Schwimmtraining aufgeboten, mit den Worten: «Die Schwimmleistung war nicht gut. Im Hinblick auf Rio 2016 müssen wir hart daran arbeiten.»

Wenn das Publikum die Luft anhält

In ihrem rund 45-minüten Vortrag ging Spirig auch auf ihr Umfeld ein. So verdanke sie etwa ihren Eltern, die beide von Beruf Sportlehrer waren, dass sie schon früh Spass an der Bewegung gefunden habe. Mit einigen kurzen Filmbeiträgen aus ihrer Jugend, etwa Klein-Spirig auf den Skiern oder beim Korbball, verdeutlichte sie dies. Bei diesen Sequenzen war den Zuschauern noch zum Lachen zumute.

Als Spirig jedoch später Filmausschnitte ihres Olympiasiegs und den Zielsprint, den sie nur mit wenigen Sekundenbruchteilen Vorsprung für sich entscheiden konnte, zeigte, hielt das Publikum den Atem an. «Wenn ich das sehe, kriege ich noch heute Hühnerhaut und hoffe jedes Mal, dass es wieder für den Sieg reichen möge», kommentierte Spirig und erhielt dafür spontanen Applaus.

Zur Bildgalerie (Fotoquelle: Stadtanzeiger Olten - AZ Anzeiger AG)


Rückblick Praxistag 2013

26. Sep 2013
Autor: Bericht Oltner Tagblatt SO 22.09.13

Am «Praxistag 2013 Wirtschaft» gewährten CEOs aus der Region Lernenden, Studenten und Schülern Einblicke in ihre Welt

OLTEN Führungskräfte von lokal ansässigen Firmen haben sich am Freitag mit Studenten, Lehrlingen und Schülern in der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) getroffen, um über ihren Beruf zu sprechen und sich gegenseitig zu informieren.

Vollständiger Bericht im PDF.

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Rückblick IHVO-Generalversammlung bei LEONI Studer AG

21. Jun 2013
Autor: Raphaela Glättli-Gysi (Text und Bild) - Oltner Tagblatt vom 22. Juni 2013

Bildlegende Vorstand:

Hinten von links Raimund Baumgartner (neu seit GV 2012), Toni Zaugg (neu seit GV 2012), Peter Eggimann (neu seit GV 2012), Guido Villabruna, Walter Rickenbacher;

vorne von links: Reto Spiegel, Thomas Vogt (neu seit GV 2012), Urs Nussbaum (neu Präsident seit GV 2012), Rudolf Steiner, Norbert Kaspar; es fehlen Arnold Schefer und Andreas Hertner.


Führung LEONI Studer AG

Nach einer kurzen Einführung durch den CEO der Leoni Studer in Däniken, Bruno Fankhauser, konnten die GV-Teilnehmer das Werk besuchen.

 Die Kabel und Kabelsysteme, Drähte, optischen Fasern, welche in Däniken produziert werden, kommen weltweit in der Automobilbranche und anderen Industrien zum Einsatz. Die ganze Leoni-Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 59 000 Mitarbeiter in 33 Ländern und erzielt mit 88 Tochtergesellschaften einen Konzernumsatz von 2,96 Milliarden Euro.

Umweltfreundliche Technologien und nachhaltige Produkte seien eine Herausforderung so Bruno Fankhauser. Besonders in den Bereichen Kommunikation und Infrastruktur spielten diese Trends eine wichtige Rolle, fügte Fankhauser an. Zusammengefasst sei das Leistungsspektrum in die folgenden sechs Bereiche eingeteilt; Solar and Windpower, Energy and Communication, Traffic, Infrastructure and Datacom, Industrial Projects, Irradiation Services.

Heute habe praktisch jedes Auto sein eigenes Bordnetz. Es werde nur noch eingebaut, was der Kunde auch bezahle, erklärte der CEO. Dies bedinge ein ausgeklügeltes Qualitätssystem und einen riesigen Aufwand im Bereich der Logistik. An die heutigen Kabel seien hohe Anforderungen bezüglich der Lebensdauer und der Sicherheit gestellt. Die normierten Solarkabel etwa müssten 25 Jahre überleben.

Auf der Führung durch das Werk konnten die GV-Teilnehmer dann die einzelnen Arbeitsschritte verfolgen. Etwa, wie aus relativ dicken Kupferdrähten feinste Drähte gezogen werden. Ungefähr 8000 Tonnen Kupferdrähte würden in Däniken selber produziert, rund 3000 Tonnen zugekauft.

Zu Beginn laufen die dicken Drähte eher schwerfällig durch die Maschinen, am Schluss sind sie so fein, dass sie mit 160 km/h durch den Feinzug laufen. Um die Drähte feiner zu machen, braucht es Wärme zwischen 250 und 500 Grad. Danach werden sie in Bündeln auf die Rollen aufgespult. Darauf werden die Drähte mit den für die jeweilige Industrie benötigten Plastikarten ummantelt, Kabel für Spitäler etwa, sogenannte Sicherheitskabel müssen bis zu 90 Minuten die Leistung gewähren können, sodass die Stromzufuhr auch im Brandfall nicht unterbrochen wird.

 

Generalversammlung: Starke Ausrichtung auf Bildung

Der seit einem Jahr als Präsident des Industrie- und Handelsvereins Olten (IHVO) amtende Urs Nussbaum begann dann pünktlich um 18 Uhr mit der GV. Der Vorstand sei nicht untätig gewesen. Das Jubiläumsbuch «Macher und Denker» über die 125-jährige Geschichte des Gewerbes in Olten sei ein schönes Zeitdokument, welches neben den Berichten aus der Vergangenheit auch über die Zukunft des Oltner Gewerbes berichte, und sei als Leitfaden zu nehmen.

Zukünftig wolle man sich verstärkt für die Ausbildung einsetzen, näher mit den Berufsschulen und der Fachhochschule zusammenarbeiten. Schliesslich seien viele der beim IHVO beteiligten Unternehmen zukünftige Arbeitgeber der Schulabgänger, führte Nussbaum aus. Aus diesem Grund sei man im Vorstand auch daran, die Wahrnehmung des Vereins in der Öffentlichkeit zu stärken.

Die Herbstversammlung, welche 2012 sehr gut besucht war, sei einer der Anlässe, um den IHVO der Öffentlichkeit näher zu bringen. Aber auch die Businesslunches, bei denen man im kleineren Rahmen ein Unternehmen besuche, treffen den Zeitgeist.

Dem Ziel der aktiven und attraktiven Wirtschaftsförderung komme man so einen Schritt näher. Erfreulicherweise seien auch fünf weitere Unternehmen zum IHVO gestossen, so der Präsident.

Nach der zügig durchgeführten GV waren alle zu einem Stehapéro eingeladen.

OT-Bericht als PDF

Zur Bildgalerie (Fotos Reto Spiegel)