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Rückblick IHVO-Generalversammlung bei LEONI Studer AG

Fr 21.06.2013 12:25
Autor: Raphaela Glättli-Gysi (Text und Bild) - Oltner Tagblatt vom 22. Juni 2013

Bildlegende Vorstand:

Hinten von links Raimund Baumgartner (neu seit GV 2012), Toni Zaugg (neu seit GV 2012), Peter Eggimann (neu seit GV 2012), Guido Villabruna, Walter Rickenbacher;

vorne von links: Reto Spiegel, Thomas Vogt (neu seit GV 2012), Urs Nussbaum (neu Präsident seit GV 2012), Rudolf Steiner, Norbert Kaspar; es fehlen Arnold Schefer und Andreas Hertner.


Führung LEONI Studer AG

Nach einer kurzen Einführung durch den CEO der Leoni Studer in Däniken, Bruno Fankhauser, konnten die GV-Teilnehmer das Werk besuchen.

 Die Kabel und Kabelsysteme, Drähte, optischen Fasern, welche in Däniken produziert werden, kommen weltweit in der Automobilbranche und anderen Industrien zum Einsatz. Die ganze Leoni-Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 59 000 Mitarbeiter in 33 Ländern und erzielt mit 88 Tochtergesellschaften einen Konzernumsatz von 2,96 Milliarden Euro.

Umweltfreundliche Technologien und nachhaltige Produkte seien eine Herausforderung so Bruno Fankhauser. Besonders in den Bereichen Kommunikation und Infrastruktur spielten diese Trends eine wichtige Rolle, fügte Fankhauser an. Zusammengefasst sei das Leistungsspektrum in die folgenden sechs Bereiche eingeteilt; Solar and Windpower, Energy and Communication, Traffic, Infrastructure and Datacom, Industrial Projects, Irradiation Services.

Heute habe praktisch jedes Auto sein eigenes Bordnetz. Es werde nur noch eingebaut, was der Kunde auch bezahle, erklärte der CEO. Dies bedinge ein ausgeklügeltes Qualitätssystem und einen riesigen Aufwand im Bereich der Logistik. An die heutigen Kabel seien hohe Anforderungen bezüglich der Lebensdauer und der Sicherheit gestellt. Die normierten Solarkabel etwa müssten 25 Jahre überleben.

Auf der Führung durch das Werk konnten die GV-Teilnehmer dann die einzelnen Arbeitsschritte verfolgen. Etwa, wie aus relativ dicken Kupferdrähten feinste Drähte gezogen werden. Ungefähr 8000 Tonnen Kupferdrähte würden in Däniken selber produziert, rund 3000 Tonnen zugekauft.

Zu Beginn laufen die dicken Drähte eher schwerfällig durch die Maschinen, am Schluss sind sie so fein, dass sie mit 160 km/h durch den Feinzug laufen. Um die Drähte feiner zu machen, braucht es Wärme zwischen 250 und 500 Grad. Danach werden sie in Bündeln auf die Rollen aufgespult. Darauf werden die Drähte mit den für die jeweilige Industrie benötigten Plastikarten ummantelt, Kabel für Spitäler etwa, sogenannte Sicherheitskabel müssen bis zu 90 Minuten die Leistung gewähren können, sodass die Stromzufuhr auch im Brandfall nicht unterbrochen wird.

 

Generalversammlung: Starke Ausrichtung auf Bildung

Der seit einem Jahr als Präsident des Industrie- und Handelsvereins Olten (IHVO) amtende Urs Nussbaum begann dann pünktlich um 18 Uhr mit der GV. Der Vorstand sei nicht untätig gewesen. Das Jubiläumsbuch «Macher und Denker» über die 125-jährige Geschichte des Gewerbes in Olten sei ein schönes Zeitdokument, welches neben den Berichten aus der Vergangenheit auch über die Zukunft des Oltner Gewerbes berichte, und sei als Leitfaden zu nehmen.

Zukünftig wolle man sich verstärkt für die Ausbildung einsetzen, näher mit den Berufsschulen und der Fachhochschule zusammenarbeiten. Schliesslich seien viele der beim IHVO beteiligten Unternehmen zukünftige Arbeitgeber der Schulabgänger, führte Nussbaum aus. Aus diesem Grund sei man im Vorstand auch daran, die Wahrnehmung des Vereins in der Öffentlichkeit zu stärken.

Die Herbstversammlung, welche 2012 sehr gut besucht war, sei einer der Anlässe, um den IHVO der Öffentlichkeit näher zu bringen. Aber auch die Businesslunches, bei denen man im kleineren Rahmen ein Unternehmen besuche, treffen den Zeitgeist.

Dem Ziel der aktiven und attraktiven Wirtschaftsförderung komme man so einen Schritt näher. Erfreulicherweise seien auch fünf weitere Unternehmen zum IHVO gestossen, so der Präsident.

Nach der zügig durchgeführten GV waren alle zu einem Stehapéro eingeladen.

OT-Bericht als PDF

Zur Bildgalerie (Fotos Reto Spiegel)

 

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